• Bundestagswahlen 2009 - Studenten stellen ihre Fragen!

    "Der Stand ihrer Allgemeinbildung ist desaströs"

    "Man hat keine Ahnung davon, was in der Welt vor sich geht"

    "Ohne Prüfung kein Engagement"

    (Zitate aus der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 02.12.2008)

    Fühlst du dich angesprochen, wenn du die oberen Zeilen liest?
    Laut diesem Artikel ist dir nicht mal bekannt, dass dieses Jahr Bundestagswahlen stattfinden...

    Jetzt kommt DEINE Chance das Gegenteil zu beweisen!
    Zeig, dass du dich sehr wohl für das interessierst, was um dich rum passiert.

    "Studenten stellen ihre Fragen" - Unter diesem Titel veranstaltet der AStA der FH Osnabrück eine Podiumsdiskussion anlässlich der Bundestagwahlen mit hochrangigen Politikern und dir.
    Hier kannst du alle Fragen stellen, die du schon immer mal an Politiker loswerden wolltest sowiemit ihnen über deine Ansichten der aktuellen Politik diskutieren.

    Nutze diese einmalige Gelegenheit!

    Wo?
    FH Osnabrück im Wilhelm-Müller-Saal (Albrechtstr. 30)

    Wann?
    Montag, den 18. Mai, um 20 Uhr

    Wer?
    CDU – Dr. Mathias Middelberg
    Mittelstandsbeauftragter/Bundestagskandidat)

    SPD – Prof. Dr. rer. pol. Rolf Wortmann
    Politikwissenschaftler an der FH Osnabrück)

    FDP – Matthias Seestern-Pauly
    (Landesvorsitzender der Jungen Liberalen/Bundestagskandidat/Student)

    Bündnis 90/Die Grünen – Dorothea Steiner
    (Niedersächsische Landesvorsitzende/Bundestagskandidatin)

    Die Linke – Maren Kaminski
    (Mitglied des Parteivorstandes/Bundestagskandidatin)

    ....und natürlich du, deine Kommilitonen und jeder in deinem Bekanntenkreis, der seine Fragen loswerden will!!
    (Weitere Infos unter www.asta.fh-osnabrueck.de
    ( http://www.asta.fh-osnabrueck.de/ ))

    Wir sehen uns,

    AStA der Fachhochschule Osnabrück
    Referat für Hochschulpolitik
    Albrechtstraße 30
    49076 Osnabrück
    T| 0541/64280
    F| 0541/683904

  • Mein IKEA!

    IKEA wird 50!

    Zeit zum Feiern!

    Ja, ich gebe es zu: Ich bin überzeugter IKEA-Fan! Seit Jahren bin ich Mitglied im IKEA-Family-Club bin, die Speisekarte kenne ich auswendig und als IKEA-Beraterin stehe meinen Freunden beim Einkauf fachmännisch zur Seite. In meiner Wohnung stehen Malm, Leksvik, Vikka, Hemnes, Effektiv und sogar Lisbet hat einen Platz bei mir. Lisbet ist ein gestreifter Tischläufer. Dazu addiert man noch die vielen kleine Deko-Klamotten und Lampen, die man beim Parcours durch die IKEA-Filiale wie ferngesteuert in den Einkaufskorb befördert.

    Es heißt, dass Paare beim IKEA-Einkauf festgestellt haben, dass sie nicht zueinander passen. Deshalb nehem ich so ungern mein Männlein mit. Der nimmt mich an die Hand und zieht mich in Warp-Geschwindigkeit durch die gesamte Etage bis wir endlich an der Kasse stehen und wirklich nur das nötigste auf das Fließband legen. So haben wir schon eine Menge Geld gespart. Macht allerdings keinen Spaß.

    Deshalb gehe ich lieber mit meiner Freundin shoppen. Und weil die einen Smart fährt, müssen wir von vorn herein auf die Quantität der Teile, die in der gelben Einkaufstasche landen, achten. So kommt es, dass ich seit zwei Jahren einen schönen Spiegel hier liegen habe, den ich nicht einmal ausgepackt habe. Sollte der nicht ins Badezimmer?!

    Na egal. In Schweden soll es Familien geben, die sich ausschließlich mit IKEA-Möbeln eingerichtet haben - samt aller Dekoration. Eine Art Vorzeige-Familie für den Katalog.

    In Älmhult, der schwedischen IKEA-Heimat, gibt es sogar ein IKEA-Hotel. Wäre das nicht ein ideales Plätzchen für die Hochzeitsreise? ... Doch lieber nicht. Das steht nämlich gleich neben der ersten IKEA-Filiale die vor 50 Jahren eröffnet wurde. Da würde die Hochzeitsreise wohl deutlich ins Wasser fallen und IKEA als Scheidungsgrund dienen.

    Mir fällt da ein... ich bräuchte noch ein paar Kassett für mein Arbeitszimmer...

  • PR für den Gartenverein?

    Als eifrige Buddlerin und Pflanzerin in meinem Schrebergarten bekomme ich jeden Monat die Vebandszeitung "Gartenfreund" in den Briefkasten gelegt.

    Normalerweise sind dort immer sehr praxisnahe Tipps und Ratschläge zu finden. So zum Beispiel, "Welcher Rasen ist der Richtige für mich?", "So viele Marienkäferarten gibt es" oder "Schade! Osterfeuer fällt aus!". Natürlich alles hübsch bebildert. Es lohnt sich für mich also nicht wirklich durch die Yellow Press des Schrebergartens zu blättern.

    Doch in der Mai-Ausgabe fand ich einen sehr interessanten Artikel über Öffentlichkeitsarbeit für den Gartenverein. Es wurde zwar nur sehr kurz eine Schulung für Vereinsmitglieder beschrieben, doch der Artikel machte mich neugierig und so forschte ich als erstes im weltweiten Netz nach Informationen über meinen Kleingartenverein.

    Tatsächlich fand ich eine Website... Das hätte ich nicht gedacht! Der stein-uralte Vorstand hat tatsächlich in eine Website investiert! Gar nicht so lahm, die alten Herren.
    Dachte ich zumindest. Denn wie jeder weiß, ist nicht nur das Erscheinungsbild der Seite ausschlaggebend, viel wichtiger noch ist deren Inhalt. Mit entsetzen stellte ich fest, dass die "News" so alt sind, wie der September 2007. Die "Fun" Seite besteht aus 1 (!) Witz, über den ich nicht einmal lächeln konnte. Die Seite ist vollgepackt mit Informationen, die eigentlich niemand braucht und die einen Interessenten eher abschrecken, als neugierig zu machen.

    Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich in den Printmedien kein einziges gedrucktes Wort über den Verein fand.

    Wer hat heutzutage schon einen Schrebergarten? Kaum jemand möchte noch nach einem anstrengenden Arbeitstag im Dreck wühlen. Ein Garten macht eben Arbeit und gerade für junge Familien mit berufstätigen Eltern ist so ein Schrebergarten ein absoluter "Zeitfreser". Zudem ist das Kleingärtnertum immernoch mit dem "Rentner-Image" belastet.

    Was also tun?

    Die Vorstandsmiglieder zum Seminar schicken!

    Und hoffen, dass es fruchtet.

  • Umstandskleid im Retro-Style

    Die Suche nach schöner Umstandsmode bei H&M und anderen Läden blieb erfolglos. Ich war echt enttäuscht. Alles 0815-Klamotten, nichts wirklich hübsches oder gar bedruckt mit rosa Elefanten. *schüttel*

    Also, H&M verlassen und direkt meinen Lieblingsstoffladen besucht. Dort habe ich einen herrlichen Stretch-Stoff im Retro-Style gefunden und mir sofort mitgenommen.

    Da es schnell gehen musste, habe ich die einfachste Variante des Nähens gewählt und mir ein T-Shirt unter der Brust abgeschnitten. Den Retro-Stoff trapezförmig zuschneiden und an das T-Shirt annähen. Eigentlich kann man das Kleid dann schon tragen, aber ich habe noch einen Tunnelzug aufgesetzt und ein buntes Bändchen durchgezogen. So sieht es hübscher aus.

    Umstandskleid-Retro.JPG

    Das Prinzip kann man natürlich auch anwenden, wenn man kein Baby-Bäuchlein einzuwickeln hat.
    Für das Umstandskleid sollte man aber darauf achten, dass der Stoff dehnbar ist (stretch), damit sich der Stoff an den wachsenden Bauch anpasst.

    Das Kleid ist auch schon zum Einsatz gekommen. Habe ich Sylvester getragen mit Stiefeln und einer passenden Strickjacke.
    Im Sommer wird es dann mit Sandalen und ohne Jacke präsentiert.

  • Kreativ: Sommer Kimono

    Um schon mal dafür zu sorgen, dass ich im kommenden Sommer auch etwas zum Anziehen habe und nicht nackt herumlaufen muss, habe ich mich wieder an meine Nähmaschine gesetzt.
    Herausgekommen ist diesmal ein wunderschöner Kimono aus leichtem Baumwollstoff mit Hibiskusblüten. Ich werde ihn im Garten tragen oder im Urlaub über dem Bikini. Und wenn es einmal zu windig ist, habe ich mir einen passenden Bindegürtel dazu genäht.

    Kimono-Hibiskus.JPG

    Das Schnittmuster ist sehr einfach. Im Prinzip besteht es nur aus Quadraten die zusammengenäht werden. Im Schnittschema unten sind alle Angaben in cm ausgewiesen. Die beiden vorderen Quadrate (die, die nicht zusammengenäht werden) sind auf einer Seite angeschnitten, damit ein spitzer Ausschnitt entsteht. Die Ärmel sind sehr weit geschnitten. Wer das nicht mag, kann das natürlich ändern.

    Kimono-Schnittmuster

    Der Schnitt ist sehr einfach, deshalb habe ich auch nur 3 Stunden für das schicke Teil gebraucht. Und das auch nur, weil ich mich einmal komplett vernäht hatte. Es ist also auch ein schönes Teil zum Üben für Anfänger.

    Viel Spaß dabei.

  • Kinderbraut in Afghanistan

    Eine Fotografie von Stephanie Sinclair (USA) mit dem Titel "Kinderbraut in Afghanistan" wurde kürzlich zum UNICEF-Foto des Jahres gekürt:

    Das Foto, das in einem internationalen Wettbewerb ausgewählt wurde, zeigt das 11-jährige Mädchen Ghulam bei ihrer Verlobung mit ihrem 40-jährigen Bräutigam, den sie noch nie zuvor gesehen hat.

    Laut Schätzungen der UNICEF werden rund die Hälfte aller afghanischen Frauen und Mädchen noch unter 18 Jahren verheiratet. Dabei wird die Ehe in diesem Land einen rein Wirtschaftlicher Aspekt angesehen. Je jünger die Braut ist, desto höher ist der Brautpreis für sie. Die Eltern von Ghulam mussten ihre Tochter verkaufen, um die anderen Kinder der Familie ernähren zu können.

    „Das UNICEF-Foto des Jahres 2007 macht uns auf ein weltweites Problem aufmerksam. Millionen Mädchen werden noch im Kindesalter verheiratet..." sagt UNICEF Schirmherrin Eva Luise Köhler.

    Auch wenn Ghulams Mann behauptet, sie in die Schule schicken zu wollen, glaubt in dem Dorf keine Frau daran. Sie prophezeihen dem Mädchen eine baldige Hochzeit, damit sie für ihren Mann so schnell wie möglich Kinder bekommt. Die Männer dort wollen keine gebildeten Frauen. So bleiben sie von ihnen abhängig.

    Kinderhochzeiten finden in vielen Teilen der Welt statt. Besonders verbreitet ist die Unsitte in afrikanischen Staaten südlich der Sahara und in Südasien. In Afghanistan sind sie auch eigentlich verboten. Dort beträgt das Mindestalter für heiratsfähige Mädchen 16 Jahre.

    Nach der Heirat bleibt den Mädchen keine Perspektive mehr im Leben. Ein selbstbestimmtes Leben, wie es für uns fast selbstverständlich ist, bleibt ihnen für immer verschlossen. Ihnen steht ein hartes Familienleben bevor. Oft werden sie von ihren Männern ausgebeutet und geschlagen. Sie stehen enorm unter Druck, möglichst schnell ihre Fruchtbarkeit unter Beweis zu stellen. Denn ansonsten sind sie wertlos. Ungefährlich ist es auch nicht, denn das Risiko, die Schwangerschaft nicht zu überleben, ist für solch junge Mädchen 10mal höher, als für erwachsene Frauen. So ergaben Untersuchungen, dass jährlich 150.000 Mädchen während der Schwangerschaft oder Geburt an Komplikationen starben. Das liegt auch großenteils an der unzureichenden medizinischen Versorgung in diesen Staaten, wo nicht einmal Aufklärung betrieben wird.

    Die Fotografie wurde gewählt, weil es das unerträglichste Foto des Jahres ist.

  • Leben und Sterben lassen - Cyberpunk-LARP im Mai

    In Bremen findet nächstes Jahr im Mai der erste Con der Revenant-Orga unter dem Titel

    "Live and let Die"

    statt.

    Datum: 9.-11.05.2008
    Ort: Jugendfreizeitheim Neustadt in Bremen Neustadt

    Kosten:
    45€ für Spieler
    40€ für Eingewiesene Spieler
    30€ für NSC

    Plätze:
    35 Plätze für Spieler und Eingewiesene Spieler
    15 Plätze für NSC

    Verpflegung:
    Es wird eine Vollverpflegung incl. Getränken angeboten. Im Conpreis inbegriffen sind ebenfalls Alkoholika, allerdings nur so lange der Vorrat reicht. Die Unterbrinung erfolgt in beheizbaren Räumen im Jugendfreizeitheim.

    Mindestalter
    Das Mindestalter für die Teilnahme an dem Con beträgt 18 Jahre.

    Anmeldeschluss 09.04.2008

    Wer sich genau informieren möchte, kann das auf der Website der Orga tun: Website der Reventant-Orga. In der Download-Sektion kann man sich das Regelwerk und die Hintergrundinformationen herunterladen. Dort findet ihr auch den Anmeldebogen, sowie die Anfahrtsbeschreibung.

  • Pyramide in Sachsen-Anhalt?

    1,3 Kinder pro Frau. Die Geburtenrate geht weiterhin zurück. Das bedeutet, dass wir 2050 ungefähr doppelt soviel 60-jährige haben, wie heute. Will heißen: Deutschland braucht größere Friedhöfe.

    Der Schriftsteller Ingo Niermann ("Umbauland" erschienen im Suhrkamp-Verlag) und der Wirtschaftswissenschaftler Jens Thiel planen für Deutschland wohl den größten Friedhof der Welt. Und zwar in Form einer gigantischen Pyramide.

    Für 1 Mio Menschen soll dieses Bauwerk als Grab und Erinnerungsstätte dienen. Satte 578m hoch soll sie einmal werden. Zum Vergleich: die Cheops-Pyramide in Gizeh misst lediglich 147m.
    Herr Niermann und Herr Thiel wünschen sich eine Grabstätte für Menschen aller Nationalitäten und Religionen. So könnten die Menschen wenigsten im Tode friedlich vereint werden.

    Ein schönes Plätzchen ist auch schon gefunden. Das Dörfchen Streetz bei Dessau ist auserwählt als Standort für dieses monumentale Bauwerk zu dienen. Und so könnte das dann aussehen:

    Doch die Einwohner dort freuen sich nur wenig und haben bereits eine große Unterschriftenaktion gegen den Bau gestartet. Sie haben Angst, dass dann ihr Dorf nur noch vom Tod bestimmt werde und sich alles um Beerdigungen drehe. Mal ganz ehrlich... Wer sich das Dorf mal angeschaut hat, wird feststellen, dass es dort momentan wohl nicht anders laufen muss. Gegen die Sturheit half auch das große Pyramidenfest im September nichts.
    Dabei könnte doch dies die Gelegenheit sein, in der verschlafenen Region endlich wieder soetwas wie Infrastruktur und Wirtschaft vorzufinden. Mal ganz abgesehen von den tausenden Arbeitsplätzen, die dieses Projekt mit sich bringen könnte. Denn Herr Niermann und Herr Thiel möchten nicht nur einfach eine simple Pyramide mitten ins Feld setzen, sondern eine Art Park mit Trauerhallten, Hotels für die Besucher, Kapellen und anderen religösen Bauwerken und natürlich sehr viel Grün erschaffen. Die beiden haben schon einen Architekturwettbewerb für die Gestaltung des Raumes drumherum ausgeschrieben. International berühmte Architekten haben sich bereits angemeldet. Im März 2008 soll in Berlin der Gewinner emittelt werden.

    Auf der Website Die Große Pyramide kann man sich schon kostenlos und unverbindlich einen Platz oder einen Gedenkstein reservieren. Die Urne würde dann einfach in einen Quader gegossen und ermöglicht so eine preiswerte, aber würdevolle Beerdigung. Die Farbe und die Gestaltung kann man sich selbst designen, vielleicht sogar später von den Enkelkindern bemalen lassen. Über 400 Menschen aus aller Welt haben sich schon in die Liste eingetragen.

    Man würde dann direkt neben Amerikaner, Australiern, Chinesen, Franzosen, Japanern, Afrikanern seine letzte Ruhe finden, räumlich getrennt lediglich duch eine dünne Wand Beton. Ein bisschen unheimlich ist das ja schon, aber was trennt einem denn auf dem Friedhof von seinem "Nachbarn" - eigentlich doch nur ein bisschen Erde (und wer weiß schon, wer da vorher in seinem Loch drin gelegen hat?).

    Mit dieser Pryamide würde die Beerdigung sicherlich zum Ereignis werden und nicht länger die verhasste Familienfeier bleiben.

  • Dieter Nuhr: Wer´s glaubt wird seelig

    Dieter Nuhr hat zur Schreibfeder gegriffen und ein niedliches Büchlein herrausgebracht, in dem er uns auf seine spitzfindige Art und Weise übers Leben und Sterben aufklärt.

    "Es geht um Glauben in diesem Buch. Jetzt erinnere ich mich wieder … Woran glauben wir? Fassen wir es kurz zusammen: Immer mehr Menschen glauben an Wiedergeburt, regenerative Energien und Brustvergrößerung … Immer weniger Menschen glauben an Gott, geschlossene Immobilienfonds und die Rente. Das wär’s. Damit ist mein Thema im Grunde umfassend abgearbeitet. Den Rest des Buches könnte man weiß lassen und als Notizbuch deklarieren. Aber ich will mir ja nicht den Ruf einfangen, ich wäre eine faule Sau. Deshalb will ich noch weiter ins Detail gehen …"»

    Eine ausführliche Leseprobe zum herunterladen gibts hier: Leseprobe: Dieter Nuhr - Wer´s glaubt wird seelig

    Dieter Nuhrs Buch umfasst 192 Seiten, gespickt mit einer Vielzahl schöner Fotografien weit entfernter Orte. Im Rowohlt-Verlag erschienen ist es in jedem gut sortierten Buchhandel für 9,90€uro erhältlich.

    Eine Berreicherung!

  • Kunst: Bettina Rheims fotografiert Heldinnen

    Bettina Rheims, ehemaliges Fotomodell, präsentiert ihren vierten Bildband mit eigentümlichen Frauenportraits unter dem Titel: "Héroines" (Heldinnen). Bereits ihre erste Foto-Serie sorgte 1992 für Furore.

    Modell standen ihr unter anderem Milla Jovovich, Laetitia Casta und Dita von Teese. Doch wer in diesem Bildband perfekte Körper schillernder Stars erwartet, wird schwer enttäuscht werden.

    Die Frauen wirken fast zerbrechlich, sie zeigen Narben, alte Verletzungen und kleine Falten und Schönheitsfehler. Ihre Haut wirkt fast durchscheinend, fast transparent, so dass man kleine Äderchen sieht, müde Augen und gelebte Körper.
    Die edlen Kleider sind zerrissen und werden gerade so mit Klebeband oder Schnüren zusammengehalten, was die Atmospäre der Fotografien unterstützt.

    Dennoch wirken die Heldinnen nicht unansehnlich oder gar hässlich. Die Fotografin betont ihre Schönheit und lässt sie stark und selbstbewusst aussehen, wenngleich sie so zerbrechlich und fragil wirken, dass man sie am liebsten in Watte packen möchte.

    Ein großartiger Bildband.

    Mehr informationen über die Künstlerin und den Bildband gibt es unter:
    ArtNet - Bettina Rheims
    und natürlich auch bei Wikipedia:
    Bettina Rheims

    Eine schöne Slideshow ihres 1992 erschienenen Bildbandes "Chambre Close" könnt ihr hier bewundern: Art-Forum - Chambre Close

    "Héroines" ist erschienen im Schirmer/Mosel-Verlag und erhältlich für 49,90€uro.

  • noch mehr Kochshows in 2008

    Zur Zeit tummeln sich allerlei Köche auf den Sendeplätzen und für 2008 sind noch mehr geplant.

    Dabei meinen tatsächlich 54% dass es bereits viel zu viele Kochshows im deutschen TV gibt. Wer es bis jetzt noch nicht gemerkt hat, wird es mit den zwei neuen Shows "Die Kocharena" und "ganz & gar Henssler" auf die Nase gebunden bekommen: Es werden mittlerweile 20 Kochsendungen mit 24 Köchen ausgestrahlt. Auf welche Zahlen der Fernbedienung man auch drückt, es wird gebruztelt, gekocht, flambiert und püriert auf allen Kanälen.

    36% der Befragten finden, dass die Anzahl der Kochshows gerade mal so richtig liegt. Aber es sollen noch mehr werden. Noch mehr? Man hat doch jetzt schon keinen Überblick mehr. Zumal alle Geschmäcker schon längst bedient sind. Oder etwa nicht?

    Auf Platz 1 der beliebtesten TV-Köche liegt, wie sollte es auch anders sein, unser aller Liebling Tim Mälzer. Hat er unseren Bäckereien doch ein tolles Brötchen beschert (das Tim-Mälzer-Brötchen) und unseren Bücherregalen glatte 3 dicke Kochbücher, wobei das dritte Werk druckfrisch beim Buchhändler zu erwerben ist. Seine Küche ist einfach, aber raffiniert und leicht nachzukochen, seine Tipps sind praxisnah.

    Über Platz 2 darf sich Johann Lafer aus Österreich freuen, der für seine modernen Kochkünste bekannt ist. Zusammen mit Horst Lichter (der mit dem lustigen Bart) moderiert er "Lafer! Licher! Lecker". Doch der Herr Lichter ist lediglich auf Platz 5 gelandet.

    Platz 3 teilen sich das Sandmännchen Ralf Zacherl, Deutschlands jüngster Sternekoch, der mit den "Kochprofis" Küchen fremder Leute wieder auf Vordermann bringt, und TV-Rentner Alfred Biolek, der seit 1994 (!) bei "alfredissimo" die Kelle schwingt.

    Auch Platz 6 muss sich geteilt werden. Christian Rach, "Der Restaurantkritiker", und Sarah Wiender, die oft bei Kerner kocht und auch bei arte eine eigene Sendung mit dem vielversprechenden Namen "Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener" hat, freuen sich drüber.

    Auf Platz 8 landete der Neuling Steffen Henssler, der mit "ganz & gar Henssler" erst im letzten Monat startete. Er soll bekannt sein für seine Sushi.

    Wer hätte je gedacht, dass Köche einmal die neuen Superstars des deutschen Fernsehens werden?

  • Cyberpunk LARP im September

    Im September ist es wieder soweit.

    Das CYBERPUNK-LARP
    RESURRECTION
    im Microcosmos Ostbunker
    in Osnabrück geht in die 7te Runde.

    Unter dem Motto "Grand Slam" werden vom 14. bis 16. September wieder die Jobs vergeben, die sonst niemand machen will... außer gegen eine vernünftige Bezahlung.

    Näheres könnt ihr unter Resurrection Website und unter Resurrection Forum in Erfahrung bringen.

    Natürlich bin auch ich wieder im Bunker-Club vertreten und werde euch den heftigsten White Russion mixen, den ihr je getrunken habt. Und Außerdem gibt es auch dieses Jahr wieder eine spezielle MIA-Bowle!

    Wir sehen uns.
    Gruß und Kuss, Eure MIA

  • Spieltriebe "Gegen die Zeit"

    Osnabrück macht mal wieder Theater. Modernes Theater, versteht sich. Vom 14.-16. September 2007 zeigen junge Regisseure und Ausstatter aus Deutschland und den Niederlanden auf 5 Routen 11 moderne Theaterstücke Das ganze verpackt in ein Theaterfestival namens "Spieltriebe", diesmal unter dem Motto "Gegen die Zeit".

    Spieltriebe Osnabrück

    Karten können seit dem 26. Juni im Theater Osnabrück über e-mail, Telefon, Fax und natürlich auch persönlich vor Ort gekauft werden.

    Schon 2005 wurde erstmals ein solches Theaterfestival mit großen Erflog organisiert. Doch vor zwei Jahren waren ausschließlich Uraufführungen gezeigt worden. Diesmal allerdings sind Zweitaufführungen geplant, also Stücke, die in keinem Theater seit ihrer Erstaufführung gezeigt worden sind. Damit dürfte sich dann auch das Motto erklären: Gegen die Zeit eben.

    Aufgeführt werden übrigens Stücke aus allen Sparten: Schauspiel, Tanz und Musik. Somit dürfte für jeden Kulturbegeisterten etwas dabei sein.

    Leider kann ich nicht dabei sein (ich habe ein LARP an diesem Wochenende), aber ich kann euch nur nahelegen, an diesem Festival teilzunehmen.

    Na dann, Hals- und Beinbruch!

  • Renaissance in schwarz-weiß

    Es lebe die Videothek! So kann man sich Filme ansehen, die man noch nicht kennt, bevor man sie kauft. Und wenn sie schlechter sind, als erwartet, hat man kein schlechtes Gewissen um den Geldbeutel. Mittlerweile sind wir in unserer Videothek schon bekannte Stammkunden. Zu neugierig sind wir, um irgendeinen Film nicht gesehen zu haben. Und so habe ich mir gestern den Film RENAISSANCE - PARIS 2054 ausgeliehen.

    Renaissance Film

    Frankreich 2006
    Regie: Christan Volckman
    Drehbuch: Alexandre de La Patellière
    Mathieu Delaporte
    Laufzeit: 95 min
    Genre: Animation, Thriller, Cyberpunk

    Kurzer Inhalt meinerseits zusammengefasst:
    Eine Wissenschaftlerin, die für den Megakonzern AVALON arbeitet wird entführt (Ich bin gern schön. Schönheit. Gesundheit. - AVALON. Wir sind an Ihrer Seite. Für immer.) Auf den Fall wird der Polizist Caras angesetzt, dessen Methoden oft die Gesetze umgehen, aber irgendwie immer zum Erfolg führen. Er beginnt mit dem Standard-Szenario: Verhaften der üblichen Verdächtigen und deren Befragung. Darunter auch die Schwester der Entführten, die ihm bei seinen Ermittlungen hilft. Doch was am Anfang wie eine normale Entführung aussieht, entpuppt sich als raffinierte Intrige im Sinne von Industriespionage und Genversuchen an Kindern. Caras und seine Gefährtin bringen sich dabei ziemlich oft selbst in Gefahr und hinterlassen eine breite Blutspur (die sie nicht selbst gelegt haben), bis sie selbst auf der Kopfgeldliste stehen.
    Auf ein HappyEnd hat der Film verzichtet. Statt dessen gibt es ein interessantes und äußerst überraschendens Ende zu sehen.

    Der Film ist mir ausschließlich aufgrund des Covers aufgefallen. Wenn man den Rückentext liest, hat man den Eindruck, einen von den schlechten 80er-Jahre-Trash-Future-Filmen in den Händen zu halten, aber dennoch habe ich den Film mitgenommen. Allein aufgrund der Art und Weise der Animation. Der Film ist in schwarz-weiß gehalten. Und damit meine ich nicht die schönen Graustufen wie in SinCity mit ein paar bunten Flecken, nein, der gesamte Film besteht ausschließlich aus den zwei Nicht-Farben Schwarz und Weiß.

    Renaissance Szene

    Renaissance Szene

    Das Auge gewöhnt sich unheimlich schnell daran und ich empfand es keinesfalls störend. Ganz im Gegenteil. Durch diese krassen Unterschiede entdeckt man viele kleine Details in Gesichtszügen und -ausdrücken, die man sonst nur unterschwellig wahrgenommen hätte. Zudem unterstreicht dieser Effekt die düstere und dichte Atmosphäre des Films, die hauptsächlich durch die filigran ausgearbeiteten Charaktere erzeugt wird. Jede Person, die in diesem Film mitspielt, ist ein eigenständiger Charakter mit einer tiefen Psyche und nachvollziehbarer Vergangenheit. Hervorragende Arbeit.

    Die Detektiv-Story kann sich sehen lassen. Man weiß bis zum Schluss nicht, wer dahinter steckt und was genau der Sinn und Zweck des Unternehmens war. Ein perfekt ausgearbeitetes, sehr schlüssiges Storyboard, das keine Fragen offen lässt und nicht mir unlogischen Handlungen glänzt. Wer Detektiv-Geschichten mag, dem wird es gefallen.

    Für mich ein kleines Meisterwerk!

  • Fressen und Saufen

    Eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss! Sie fährt mit ihren Freundinnen weg. Ein ganzes Wochenende, welches den Urinstinkten des menschlichen Seins gewidmet war: Fressen und Saufen.

    Nordhausen
    Landkreis Nordhausen

    Auf herrliche Tage voller Eis, Alkohol und Spaghetti blicke ich zurück. Bei 40° im Schatten erörterten wir die perfekte Reihenfolge von pinkfarbenen Cocktails, zündeten 100 Kerzen in einer schiefen Kirche an, besichtigten ein KZ, von dem angeblich niemand etwas gewusst haben soll, testeten 3 Restaurants, 2 Cocktail Bars und die verschiedensten Kornsorten in einer Traditionsbrennerei, fühlten uns auch in unseren Bikinis wohl und stellten fest, dass andere Frauen viel dicker sind als wir, ließen uns die Herrstellung von Kautabak erklären und ließen unsere Füße im Springbrunnen baumeln, während wir sämtliche vorhandenen Wassereissorten probierten.

    Und am Dienstag, als wir nach Hause fuhren, waren wir derart fertig, dass wir uns erstmal ein paar Tage Urlaub gönnen mussten.

    Auf uns, Mädels!

  • So muss ein Korn schmecken!

    Ein Besuch in Nordhausens Traditionsbrennerei gestaltet sich immer sehr munter und fröhlich.

    Traditionsbrennerei

    Zuerst wird man durch die alten Gemäuer und Keller geführt und einem wird erklärt, wie der Korn ins Glas kommt. Denn wem es noch nicht eingefallen ist: aus Nordhausen am Harz entstammt der Nordhäuser Doppelkorn. Mit der Aussicht auf eine Verköstigung der dort hergestellten Produkte, erscheint einem die Führung natürlich ewig lang, was aber keines Falls die Qualität der Wissensvermittlung mindert. Der Frührende schildert gern und voller Enthusiasmus auch kleinen Gruppen die Geschichte des Korns und dessen Herstellung.

    Die Brennerei macht allerdings auch andere viele leckere Getränke und so kann man sich hinterher durch die Theke "arbeiten". Angefangen mit dem Jubiläumskorn über den Kümmelkorn erreicht man dann die Liqueure in den verschiedensten Geschmacksrichtungen, wie Nougat und Kakao oder Kräuterli. Ganz besonders zu empfehlen dabei ist der Rosenliqueur - eine Hommage an das in der Nähe liegende Rosarium - in einer herrlichen pinken Farbe, gefüllt in eine edle Flasche mit goldenem Schriftzug.
    Zu jedem Getränk, was man probiert gehört natürlich der passende Trinkspruch. Von einem patriotischem "Die beste Medizin ist allzeit der Nordhisser Brandwyn!" am Anfang werden die Sprüche nach jedem Glässchen immer interessenbezogener: "Siehst du die Schwiegermutter im Moore winken - wink zurück und lass´se sinken!"

    Danach kann man die Schnäpschen im Kaufladen erwerben. Natürlich kauft man sich aufgrund des Alkoholpegels mehr als man eigentlich benötigt. Aber was soll´s, das Zeug schmeckt aber auch soooo lecker! Und wenn einem der Vordermann alle Flaschen von dem Getränk seiner Wahl wegegeschnappt hat, tröstet einen die Tatsache, dass man diese Spezialitäten auch im Internet bestellen kann.

    Na dann... Prost, Prost, Prösterchen

  • Sport frei!

    Nach satten vier Monaten Pause bin ich heute wieder ins Fitness-Studio gegangen. Eigentlich hatte ich das schon am Montag vor, aber wenn mich nicht das Bett rief, dann war es die X-Box oder das Internet. Faul sein ist doch was schönes. Nur soll man es nicht übertreiben.

    Heute habe ich es nämlich schon nicht mehr ausgehalten. Immer nur daheim herumzuhängen ist nun mal nicht jedermanns Sache. Jedenfalls nicht meine. Also bin ich heute nicht dem Ruf des Betts, der X-Box und des Internets gefolgt, sondern dem sirenengleichen Gesang des Fitness-Studios.

    Ist es nicht herrlich mit einer handvoll total verschwitzter Gestalten in einem großen, schlecht belüfteten Raum um die Wette zu stöhnen? Empfindet denn nicht jeder das Vibriren der Muskeln im Rücken, das Ziehen im Waden oder den stechenden Schmerz in den Oberarmen als Erlösung? Ja, fühlt man sich denn nicht vollkommen befreit, wenn einem der Schweiß vom Kinn tropft während man sich auf dem Crosstrainer bis zum letzten verausgabt?
    ...
    ...
    Ich schon.

    Sport frei!

  • Preis für bedrohtes Wort: Kleinod

    Da ist sich die Jury einig: "Kleinod" ist das schönste berohte Wort der deutschen Sprache.
    Kleinod ist fast vergessen

    In dem nicht ganz ernst zu nehmenden Wettbewerb wurden über 3000 Wörter eingesandt, die früher einmal sehr häufig genutzt wurden, heute aber fast vergessen sind. So werden Worte, wie "Dreikäsehoch" oder "blümerant" kaum noch verwendet und könnten der nächsten Generation überhaupt kein Begriff mehr sein.

    Der Einsender des Wortes "Kleinod" bekommt heute den gläsernen "Käseigel" überreicht... was immer das sein mag.

    PS.: Ich habe einmal jemanden einen "Halodri" genannt, worauf ich schallendes Gelächter meiner Zuhörer erntete.

  • Literatur: Vampire auf dem Vormarsch

    Romane über Vampire und Werwölfe sind immer häufiger in den Buchläden zu finden. Immer mehr Bücher mit den blutsaugenden Geschöpfen der Nacht stehen nicht mehr nur in der untersten Reihe des Regales, dort wo man nur die Nischenprodukte und ungeliebten Hefte findet, sondern mittlerweile ganz oben in der Gunst des Lesers.

    Die Untoten herrschen

    Mich wundert es nicht. Hat sich doch das Vampir-Genre um einiges gewandelt.
    Wo man früher nur 10-Groschen-Romane fand oder fürchterliche Plagiate eines gewissen Interviews, so entdeckt der Autor heute die unendliche Vielfalt der Nacht, die es nun gilt auszuschöpfen.
    Vampirromane bieten für jeden Geist etwas. Sei es nun die romantische Liebesbeziehung zwischen einem Untoten und einer bildhübschen Jungfrau, die jedes Mädchenherz erwärmt, oder sei es die blutige Geschichte eines Mörders, wie ich sie so gern als Gute-Nacht-Geschichte genieße.

    Schreibt! Meine Autoren! Schreibt!
    In meinem Regal ist noch viel Platz...

  • Job weg... Urlaub weg...

    Dieses Jahr werde ich wohl nicht mehr in den Urlaub fahren können.
    Nicht nur, dass durch die Kündigung unsere finzanzielle Lage mehr als trübe ausschaut, nein, ich bekomme auch noch ein Reiseverbot von der Arbeitsagentur auferlegt. Die Reise musste ich heute stornieren, denn die Drohung, wenn ich gegen die Auflagen verstoße, würde man mir mein Arbeitslosengeld kürzen oder gar streichen, hat seine Wirkung getan.

    Will heißen: selbst wenn ich zum 01.August einen neuen Job finde, kann ich nicht in den Urlaub fahren, weil ich dann noch in der Probezeit bin. Was für ein mieses Jahr.

    Venedig im Winter ist bestimmt sehr schön...

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